Sukkulenten

Arten, Pflege und Herkunft: Erfahre alles über Sukkulenten!

Du suchst nach außergewöhnlichen Zimmerpflanzen, die auch noch pflegeleicht sind? Dann sind Sukkulenten, auch bekannt als Fettpflanzen, genau das Richtige für dich. Es gibt eine große Auswahl an Formen, Arten und Größen. Die Frage ist also nicht, ob es eine Sukkulente gibt, die zu dir passt, sondern ob du dich bei all diesen Trendsettern entscheiden kannst. Von den Arten über die Pflege bis hin zur Symbolik: Lies weiter und entdecke in diesem umfassenden Ratgeber alles über Sukkulenten!

Wie gieße ich Sukkulenten?

Diese grünen Überlebenskünstler sind dafür bekannt, wenig Wasser zu benötigen. Aber was ist zu wenig? Oder zu viel? Es geht um das richtige Gleichgewicht! Wir besuchen die Gärtnerei Ovata, wo Marco mehr über Sukkulenten erzählt. Mit dem Fakt-oder-Mythos-Spiel legen wir Marco mehrere Aussageen vor. 

Sukkulenten: Merkmale und Blüte

Sukkulenten (Fettpflanzen) gibt es in vielen verschiedenen Formen und Größen, von kleinen Rosetten bis hin zu großen, aufrechten Sorten. Sukkulenten sind in der Regel an ihren fleischigen, dicken Blättern zu erkennen, die Wasser speichern. Die Farbe der Sukkulenten reicht von grün über grau-blau bis hin zu rot und lila. Auch in Bezug auf Form und Größe sind Sukkulenten vielseitig. Es gibt kugelförmige und stachelige Sukkulenten (wie z. B. Kakteen), aber auch kleine Rosetten (wie z. B. Echeveria) und große, aufrechte Arten (wie z. B. Sansevieria). Die Kalanchoe ist eine Sukkulente mit Blüten, die auffallend lange blühen. Die Blüten können klein oder groß, unauffällig oder bunt sein.

vetplant kalanchoe

Welche Arten von Sukkulenten gibt es?

Welche Art von Sukkulenten gibt es? Wozu gehören die Sukkulenten, die ich bereits besitze? Gute Fragen, denn Sukkulenten sind sehr vielfältig, weshalb sie zu mehreren Pflanzenfamilien gehören, zum Beispiel Crassulaceae, Cactaceae, Aizoaceae und Asphodelaceae und Agavaceae. Dies sind die bekanntesten Arten von Sukkulenten, aufgeteilt nach Pflanzenfamilien:

Crassulaceae

  • Echeveria: Diese Sukkulente, auch Mexikanische Rose genannt, ist an der rosettenförmigen Wuchsform ihrer Blätter zu erkennen. Die Sukkulente kann verschiedene Farben haben, von hellgrün bis dunkelgrün, rosa und lila.
  • Kalanchoe: Diese blühende Sukkulente, auch Wüstenrose genannt, ist ein farbenfroher Blüher mit ovalen, grünen Blättern. Die Ränder dieser Blätter können sich rot färben. Die Blütenfarbe reicht von weiß bis gelb, rosa, orange und rot.
  • Crassula: Diese Sukkulente, auch Jadepflanze oder Dickblatt genannt, hat dicke, glänzende und oft oval geformte Blätter. Diese Sukkulente kann eine baumartige Form haben (sie wächst an einem Stamm).
  • Sedum (Fetthenne): Sedum, auch als Fetthenne bekannt, ist eine sehr vielseitige Sukkulente. Sedum kann vom Bodendecker bis zur aufrechten Pflanze reichen. Sedum blüht im Sommer oder Frühherbst mit dichten Dolden aus meist sternförmigen Blüten. Die Blätter sind je nach Art oval oder rund, spitz oder einfach abgerundet.

Cactaceae

  • Kakteen: Kugelförmig oder flach, groß oder klein, robust oder niedlich, grün oder blühend: Bei Kakteen ist alles möglich! Die Pflege von Kakteen unterscheidet sich etwas von der anderer Sukkulentenarten. Das liegt daran, dass Kakteen etwas mehr Licht und (noch) weniger Wasser brauchen als andere Sukkulenten. 

Asphodelaceae

  • Aloe Vera: Diese Sukkulente ist wegen ihrer medizinischen Eigenschaften auch als Wunderpflanze bekannt. Aloe Vera ist an ihren dicken, spitzen grünen Blättern zu erkennen. Charakteristisch für die Blätter (Stängel) sind die Stacheln an den Rändern. mit gezackten Kanten.

Asparagaceae (früher Dracaena)

  • Sansevieria (Frauenzunge): Diese sehr pflegeleichte Sukkulente wächst sowohl in der Sonne als auch im Schatten. Die Frauenzunge, auch als Bogenhanf bekannt, ist an ihren kräftigen, aufrechten Blättern zu erkennen, die verschiedene Farben und Muster haben können. Die Pflanze gehört nach der Überarbeitung der Taxonomie (2017) zu den Asparagacea. Früher wurde die Frauenzunge als Teil der Familie der Dracaenaceae angesehen.

Agavaceae

  • Agave: Diese Sukkulente ist an ihren langen, schmalen Blättern zu erkennen, die in Rosettenform wachsen. Die Blätter sind oft graugrün, haben eine scharfe Spitze und sind am Rand oft stachelig.
agave in pot | vetplant

Sukkulenten: Pflege und Standort

Hast du dir Sukkulenten in dein Zuhause geholt? Dann willst du sie natürlich in vollen Zügen genießen. Schau dir diese Grundregeln und Tipps für die Pflege von Zimmerpflanzen an:

  • Sukkulenten mögen einen warmen und hellen Standort. Zum Beispiel auf einer nach Süden ausgerichteten Fensterbank.
  • Es ist besser, einer Sukkulente auf einmal viel Wasser zu geben und sie dann ein paar Wochen lang austrocknen zu lassen, als sie jede Woche oder alle zwei Wochen ein wenig zu gießen.
  • Sei sparsam mit Dünger. In der Wachstumsperiode (Frühling/Sommer) reicht es, einmal im Monat ein wenig zu geben.
  • In den sonnigen Sommermonaten können die Pflanzer auch nach draußen gestellt werden (achte darauf, dass sie nicht nass werden, denn sie brauchen wenig Wasser).
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Sind Sukkulenten giftig?

Die meisten Sukkulenten sind für Menschen und Tiere ungiftig, was sie zu einer beliebten Wahl für dein Zuhause macht. Dennoch können einige Sukkulenten leicht giftig sein. Zum Beispiel können Crassula (Jadepflanze) und Kalanchoe in großen Mengen leicht giftig für Hunde und Katzen sein. Bei übermäßigem Verzehr können Symptome wie Erbrechen und Durchfall auftreten.

Stecklinge von Sukkulenten: wann und wie?

Sukkulenten sind nicht nur pflegeleicht, sondern auch einfach zu schneiden. Willst du Stecklinge nehmen oder Sukkulenten vermehren? Lies in diesem Artikel alles über Stecklinge und sieh dir den Schritt-für-Schritt-Plan für das Stecken von Sukkulenten unten an:

  • Gut zu wissen: Du kannst Sukkulenten auf verschiedene Arten vermehren, nämlich durch BlattschnittStammschnitt und Ablegerschnitt. Wenn du dich für den Blatt- oder Stängelschnitt entscheidest, drehst du einfach ein Blatt oder einen Seitenzweig von der Sukkulente ab, lässt den Steckling eine Woche lang auf Küchenpapier trocknen und setzt ihn dann in einen Topf mit feuchter Erde und Stecklingserde. Die besten Aussichten auf Erfolg hast du, wenn du einen Ableger wählst. Siehe die Schritt-für-Schritt-Anleitung unten.
  • Einige Sukkulenten, wie z.B. Aloe Vera, können nicht durch Blatt- oder Stammstecklinge vermehrt werden. Dann sind Ableger die einzige Möglichkeit.

Stecklinge von Sukkulenten (Ableger): Anleitung

  1. Finde einen geeigneten Ableger der sukkulenten Pflanze. Tipp: Achte darauf, dass die Ableger etwa 20% der Größe der Mutterpflanze haben, dann sind sie stark genug.
  2. Nimm die Mutterpflanze vorsichtig aus dem Topf und entferne dabei so viel Blumenerde wie möglich, damit du den Verlauf der Wurzeln gut sehen kannst.
  3. Schraube den Ableger vorsichtig von der Mutterpflanze ab. Wenn es dir nicht gelingt, den Ableger abzudrehen, schneide ihn vorsichtig mit einem scharfen, sauberen Messer von der Mutterpflanze ab.
  4. Pflanze die Mutterpflanze zurück in den Topf und füge bei Bedarf frische Blumenerde (oder Kakteenerde) hinzu.
  5. Schau nach, ob der Ableger bereits Wurzeln hat. Je mehr Wurzeln, desto leichter wird der Ableger später Wurzeln schlagen. 
    • Hat der Ableger noch keine Wurzeln? Dann lass ihn ein paar Tage auf Küchenpapier trocknen, bevor du ihn in Blumenerde (oder Kakteenerde) pflanzt.
    • Hat der Ableger Wurzeln? Dann pflanze ihn sofort in einen Topf mit Blumenerde (oder Kakteenerde) und halte die Erde leicht feucht.
  6. Sorge dafür, dass der Ableger genug Licht bekommt. Stelle ihn auf eine sonnige Fensterbank oder draußen unter ein Vordach (während eines heißen Sommers). Zeit zum Wachsen!
aloe vera plant

Symbolische Bedeutung von Sukkulenten

Eine spezifische, übergreifende Symbolik für alle Sukkulenten ist nicht bekannt, dennoch werden den Sukkulenten verschiedene symbolische Bedeutungen zugeschrieben. Das hängt natürlich von der Kultur und dem Kontext ab.

  • Stärke und Widerstandsfähigkeit: Sukkulenten sind in der Lage, extreme Bedingungen wie Trockenheit und Hitze zu überleben. Das macht sie zu einem Symbol für (Frühlings-)Kraft in schwierigen Zeiten.
  • Nachhaltigkeit: Da Sukkulenten Wasser in ihren Blättern speichern und ihre Umwelt effizient nutzen, werden sie als nachhaltige Pflanzen angesehen.
  • Freundschaft: Sukkulenten sind pflegeleicht und können als dauerhaftes Andenken an Beziehungen und Verbindungen dienen.

Woher kommen die Sukkulenten ursprünglich?

Sukkulenten sind eine sehr vielfältige Spezies, daher variiert ihre Herkunft je nach Art. Allen Sukkulenten ist gemeinsam, dass sie die Fähigkeit haben, Feuchtigkeit in ihren Blättern zu speichern, so dass sie auch unter extremen Bedingungen überleben können. Das macht sie zu wahren Kraftpaketen!

  • Viele Sukkulenten, wie z. B. Echeveria und Kalanchoe, stammen aus tropischen und subtropischen Regionen der Welt. Diese Pflanzen sind an warme Klimazonen mit viel Sonnenlicht angepasst und können auch unter trockenen Bedingungen gut überleben.
  • Kakteen sind hauptsächlich in den amerikanischen Wüsten beheimatet. Sie gedeihen auch in extremer Trockenheit und sind dafür entwickelt, Wasser perfekt zu speichern.
  • Einige Sukkulenten, wie z.B. der Bodendecker Sedum, wachsen ursprünglich in bergigen und felsigen Gebieten, wie den Alpen.
  • Aloen, wie die Aloe Vera, sind in Afrika und Madagaskar heimisch. Diese Pflanzen sind an unterschiedliche Bedingungen angepasst. Von trockenen Wüsten bis hin zu gemäßigten Klimazonen.
  • Sukkulenten wie die Agave stammen aus dem Nahen Osten und sind an trockene und heiße Klimazonen angepasst.
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